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Lebenshilfe Heilpädagogische Sozialdienste gemeinnützige GmbH
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Kurzbeschreibung unserer methodischen Ansätze

Heilpädagogische Arbeit setzt Methoden übergreifend an, so können beispielsweise Elemente aus psychotherapeutischen Ansätzen und Rhythmik mit einfließen.

Hier finden Sie Informationen zu folgenden methodischen Ansätzen: basale Stimulation, heilpädagogisches Spiel, Sprachförderung im heilpädagogischen Spiel, psychomotorische Förderung, sensorische Integrationsbehandlung, Marte Meo als Videointeraktionsanalyse.

Die basale Stimulation

 

Dieses Förderkonzept stammt von Andreas Fröhlich und wurde für Menschen mit schweren Behinderungen erarbeitet. Es beruht darauf, dass Reize an schwerstbehinderte Menschen herangeführt werden, die diese sich aus eigenem Antrieb heraus nicht suchen können.

Ziel ist es, das Kind dabei zu unterstützen, seinen Körper wahrzunehmen und diesen dann später in Bezug zur materiellen Umwelt zu erleben. Die Beziehung zu demjenigen, der stimuliert wird und dem, der diese Stimulierung gibt, ist wechselseitig, da beide Seiten sowohl geben, als auch nehmen.

Das heilpädagogische Spiel

 

Das Spiel ist grundsätzlich die Möglichkeit des Kindes zu lernen. In diesem erhält das Kind die Möglichkeit einen Spielgegenstand zu erkunden und/oder eine Begegnung mit dem Gegenüber zu suchen. So erhält das Kind zudem die Möglichkeit, in einer ihm gemäßen und kindgerechten Form Konflikte darzustellen und aufzuarbeiten.

Autoren, die sich wie Fröbel und Montessori mit den unterschiedlichsten Spielformen auseinandersetzen, differenzieren:

  • das Funktionsspiel,
  • das Konstruktionsspiel,
  • das Fiktionsspiel,
  • das Rollenspiel,
  • das Regelspiel.

Die Spiele bauen alle aufeinander auf.

Durch das heilpädagogische Spiel können wir die momentane Situation des Kindes, sein Entwicklungsstand wahrnehmen und interpretieren. Das Ergebnis wird dann die Grundlage zur Gestaltung der Fördersituation.

Durch das heilpädagogische Spiel fördern wir u.a. die folgenden Bereiche:

  • Soziale Fähigkeiten,
  • Kommunikation,
  • Selbstwahrnehmung und Selbstvertrauen,
  • Problemlösungsverhalten,
  • Wahrnehmung,
  • Ausdauer,
  • Konzentration,
  • Logisches Denken und Merkfähigkeit.

Sprachförderung im heilpädagogischen Spiel

Sprechen beginnt nicht mit dem ersten Wort, sonder viel früher. Es beginnt mit dem Blickkontakt, Lallen, Lautieren und „dem Begreifen“ der Umwelt.

Sprechen ist ein komplizierter Vorgang, der dann funktioniert, wenn die Bereiche Motorik, Wahrnehmung, soziale und emotionale Stabilität gut entwickelt sind.

Die Freude am Sprechen wird im heilpädagogischen Spiel gefördert, der Wortschatz und das Sprachverständnis erweitert, sowie die Grammatik verbessert.

Die psychomotorische Förderung

Diese ist eine auf die Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit ausgerichtete Bewegungstherapie. Ihr Ziel ist es, Bewegungs- und Wahrnehmungsbeeinträchtigungen abzubauen oder zu verringern und gleichzeitig die emotionale und soziale Stabilität zu fördern.

Dabei steht nicht das Funktionstraining im Vordergrund, sondern die Einheit von Wahrnehmung, Denken, Bewegen und Erleben.

Die psychomotorische Methode geht von den Bedürfnissen und Fähigkeiten des Kindes aus und baut auf seine Stärken auf. Hierbei hat jedes Kind seine ganz individuellen Verarbeitungsmechanismen. Jedes Kind kann nur über seinen eigenen Weg wirklich lernen und die Psychomotorik hilft den Kindern die

  • in den Bewegungen ängstlich und gehemmt wirken,
  • unruhig sind, sich ständig bewegen und unkonzentriert und sprunghaft wirken,
  • häufiger als andere Kinder hinfallen, stolpern oder ungeschickt wirken,
  • sprachauffällig sind, Lern- und Verhaltensschwierigkeiten aufweisen.

Die sensorische Integrationsbehandlung

Jean Ayres entwickelte dies Konzept, das den Kindern helfen soll, die ständig auf sie einwirkenden Reize zu ordnen und neurologisch zu verarbeiten, um gezieltes Handeln zu ermöglichen.



Schwerpunkt der Behandlung ist die Förderung der sogenannten Nahsinne. Das sind die Wahrnehmungen, die wirklich zu spüren sind, wie das Tasten, das Empfinden des eigenen Körpers, Tiefensensibilität und die Gleichgewichtswahrnehmung. Diese Sinnesleistungen bilden die Grundlage für die sogenannten Fernsinne, das Hören und Sehen.

Im Alltag strömen sehr viele Sinnesreize auf das Kind ein, die zum Gehirn geleitet werden, dort geordnet und sortiert werden und zu einer neuen Information verarbeitet werden. Diese löst dann wieder eine neue Handlung des Kindes aus.

Bei manchen Kindern ist die Verarbeitung der Reize gestört und dieses Konzept hilft dabei, dass das Kind gezieltere und sinnvolle Handlungsstrategien erlernt, die bei der Alltagsbewältigung von Nutzen sind.

Marte Meo als Videointeraktionsanalyse

Marte Meo basiert auf der grundsätzlichen Annahme, dass alle Eltern das Beste für ihr Kind wollen und das sie im Beratungsprozess als gleichberechtigte Partner anzusehen sind.

Diese, von Maria Aarts entwickelte, Methode umfasst eine videounterstützte Beratung als eigenständiges Element, mit dem die Notwendigkeit aufgegriffen wird, Eltern präzise Informationen darüber zu geben, was ihr Kind in der jetzigen Entwicklungsstufe an elterlicher Unterstützung benötigt, um einen weiteren Entwicklungsschritt tun zu können.

Marte Meo geht von einer klaren Benennung von Entwicklungszielen aus und macht den Eltern unter heilpädagogischer Begleitung deutlich, was sie schon tun oder tun sollten, damit das Kind eigene Fähigkeiten weiterentwickelt oder entwickelt.

Siehe auch Marte Meo – Aus eigener Kraft

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