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Projekt Heilpädagogische Ambulanz in Duisburg gestartet
Die Lebenshilfe Duisburg freut sich über die Projektförderung von Aktion Mensch, die zwei Jahre ein besonderes Projekt anschiebt. In dieser Zeit soll eine Heilpädagogische Ambulanz für erwachsene Menschen mit einer geistigen Behinderung und psychischen Verhaltensauffälligkeiten eingerichtet werden. Dort soll ein gemeindeintegriertes, niederschwelliges Diagnose- und Therapieangebot angeboten werden.
An diesem Projekt sind noch sieben weitere Träger beteiligt. Die Albert-Schweitzer Einrichtungen für Behinderte gGmbH, das Behinderten Wohnheim Duisburg gGmbH, die Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderung gGmbH, das LVR HpH-Netz-Niederrhein, die Regenbogen Duisburg GmbH, die Caritas Wohn- und Werkstätten Niederrhein gGmbH und die Kaiserwerther Diakonie. Alle gemeinsam werden beratend und auch finanziell das Projekt vielseitig unterstützen.
„Geplant ist“, so Anke Fackiner-Kories, „dass Menschen mit einer Doppeldiagnose gezielte Unterstützung, Hilfe und therapeutische Angebote in Duisburg erhalten. Dabei ist ein Schwerpunkt auch die Beratung und Unterstützung des persönlichen Umfeldes des Einzelnen.“
Anke Fackiner-Kories ist Heilpädagogin und hat viel Erfahrung in verschiedenen Arbeitsbereichen mit Menschen mit Behinderung gesammelt. Der Aufbau der Heilpädagogischen Ambulanz ist ihr ein persönliches Anliegen, „denn die Lebensqualität kann durch eine rechtzeitige Unterstützung verbessert werden. Es gibt bei Menschen mit Behinderungen und psychiatrischen und psychosozialen Auffälligkeiten große Probleme bei der ambulanten Behandlung und Diagnostik. Die allgemeine psychiatrische Versorgung durch eine Regelversorgung ist für diesen Personenkreis nicht hinreichend. Die Konsequenz davon sind oftmals zusätzliche Stressreaktionen der Personen sowie Belastungs- und Persönlichkeitsauffälligkeiten.“
Eine wohnortnahe und Umfeld orientierte Versorgung, sowie ambulante Hilfen, sollen als neues Angebot in Zukunft eine Verbesserung bieten. Eine speziell beratende und therapeutische Ambulanz in Duisburg kann mit dem Blick „von außen“ Hilfen anbieten. Therapeutisch arbeitende Heilpädagogen oder Psychotherapeuten sowie andere Fachkräfte, die Erfahrungen mit diesem Personenkreis haben, sind erforderlich.
Auch die Einbindung medizinischer, vor allem psychiatrischer und neurologischer Dienste aus Duisburg sind wichtig, damit die Kommunikation und Kooperation zwischen den Diensten in der Hilfe für Menschen mit geistiger Behinderung und dem örtlichen Gesundheitswesen gewährleistet ist.
Zu Beginn des Projektes wird erst einmal über den Tellerrand geschaut. Es stehen Besuche in Berlin und Hamburg bevor. In diesen Städten wird schon seit vielen Jahren erfolgreich in einer Heilpädagogischen Ambulanz mit erwachsenen Menschen mit einer geistigen Behinderung und psychischen Verhaltensauffälligkeiten gearbeitet.
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