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Lebenshilfe Heilpädagogische Sozialdienste gemeinnützige GmbH
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Aktuelles

Hier finden Sie aktuelle Informationen und Meldungen rund um die Lebenshilfe Duisburg.

 

Fachtag „Zivilspur“ in Usak/ Türkei

Vom 14-18.09.2011 fuhr eine 6 köpfige Delegation bestehend aus Mitarbeitern und Mitgliedern der Lebenshilfe Duisburg , der Diakonie /Fachbereich Jugend und Familie und des Fördervereins Regenbogen-Insel aus Duisburg auf Einladung von Dr. Zafer Aydin in die Türkei.
Dort fand ein durch die EU finanziell unterstütztes Treffen von türkischen Zivil-Organisationen und Vereinen unter dem Titel „Zivilspur“ statt.

Am Freitag fand vor ausgesuchtem Publikum und Abgeordneten des Türkischen Parlamentes die Vortragsreihe der Delegation aus Deutschland statt. Türkische Vereine, wie z.B. eine Armenküche, eine Kleiderkammer und ein Verein, welcher sich um Nierentransplantierte kümmert trugen zu einem gelungenen Austausch auf dem Fachtag bei.
An den verbleibenden zwei Tagen gab es viele Gelegenheiten, sich Vereine und deren Arbeitsweise in Usak anzuschauen.

Usak ist eine Stadt mit 180.000 Einwohnern, und liegt etwa 250 km im Landesinneren Richtung Ankara. Begleitet wurde die Gruppe bestehend aus den Duisburgern und verschiedenen türkischen Vereinsvertretern, durch einen Dolmetscher Herrn Yilmaz, welcher Germanistikprofessor ist und 30 Jahre in Deutschland gelebt hat. Hier war seine Übersetzerfunktion wesentlich. Es gab viele angeregte Gespräche, welche es zu übersetzen galt.

Am Abend des ersten Tages fand in den Räumlichkeiten eines Kulturvereis ein interessanter christlich islamischer Austausch zum Thema „Interpretation der Aussagen in der Bibel / im Koran – was sagt das Original“ statt.

Am Nachmittag des ersten Besuchstages sahen Besuch der Armenküche in der täglich für etwa 2000 Bedürftige zwei warme Mahlzeiten von 7 Mitarbeitern und einer Vielzahl von ehrenamtlich Tätigen zubereitet werden. Der Verein betreibt eine Form von „Essen auf Rädern“ und hält für in Notlage geratene Familien insgesamt 11 Notunterkünfte vor. Getragen werden alle Vereine zum größten Teil aus Spenden.
Es gibt insgesamt 170 gewählte Bürgerinnen und Bürger, welche sich um die Belange und Wünsche der im jeweiligen Stadtteil Lebenden kümmern. Diese Gremien sind seit etwa 4-5 Jahren gesetzlich verankert.
In der Zeit des Aufenthaltes gab es neben dem offiziellen Informationsaustausch viel Gelegenheit, sich mit der Kultur der Stadt und Provinz Usak auseinander zu setzen und diese kennen zu lernen.
Ein Besuch im kulturhistorischen Museum mit Ausgrabungsfunden von der Bronzezeit bis zur Römischen Zeit gab Gelegenheit ebensolche Eindrücke zu sammeln.
Einen Abstecher in die Universität und einem kurzen Gespräch mit dem Direktor folgte im Anschluss. Die Universität von Usak ist ca. 2,5 Jahre alt und zeugt von der großen baulichen und wissenschaftlichen Entwicklung, welche in der gesamten Stadt zu erkennen ist. Schöne neue Anlage sind im Bau oder bereits fertiggestellt und dienen der Erholung und Entspannung für die Bewohner in Usak
Zum vielfältigen Programm der Reise zählte auch der Besuch eines Wohnhauses, welches im Original getreu restauriert wurde. Dieses Haus beherbergt nun eine Schule für Weberei, in der Frauen das Handwerk des Teppichknüpfens erlernen können. Am letzten Tag wurde ein Ausflug in die Provinz Usak unternommen. Dabei wurden viele kulturelle Höhepunkte besucht.

Unter Anderem bemüht sich die Provinz um eine Genehmigung aus Ankara um Ausgrabungen vorzunehmen. In Kooperation mit der Heidelberger Universität wurde ein Gutachten um die historische Bedeutung der offenliegenden Fundstücke erstellt, welches nun in Ankara liegt und nun geprüft wird.
Die Bürgermeister der umliegenden Dörfer und Kleinstädte hoffen auf diese Genehmigung um wirtschaftliche Alternativen zur Landwirtschaft zu entwickeln. In einer kurzen Gesprächsrunde mit Bürgermeistern der Provinz konnte die Gruppe interessante Einblicke in die politische Kultur der Türkei gewinnen.
Es war ein gelungener Austausch und Dialog vor Ort der auch mit in die Arbeit zurück in Duisburg fließen wird.

Hier einige Impressionen der Reise:


Teilnehmer aus Duisburg


Besuch des Bürgerhaus


Besuch in der Universität

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