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Pressemitteilungen

Aufsichtsratvorsitzender der Werkstatt für behinderte Menschen ersetzt!

Oberbürgermeister ersetzt im Alleingang den Aufsichtsratvorsitzenden der Werkstatt für behinderte Menschen

Die Vertreter der Duisburger Behindertenverbände im Aufsichtsrat der Werkstatt für Menschen mit Behinderungen sind verärgert. Wie die Verbände in der Aufsichtsratssitzung am Dienstag erfuhren, soll Sozialdezernent Spaniel in seiner Funktion als Vertreter des Oberbürgermeisters im Aufsichtsrat durch einen anderen städtischen Vertreter kurzfristig ersetzt.

Zum Hintergrund: Die Stadt hält eine 50%ige Beteiligung an dieser Werkstatt. Die übrigen 50% liegen zu je 25% bei den Behindertenverbänden Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte und der Lebenshilfe für geistig Behinderte e. V. Der Aufsichtsratsvorsitzende wird automatisch der Vertreter des Oberbürgermeisters.

Diese Entscheidung kam für alle Beteiligten äußerst überraschend und sehr kurzfristig. Seit über 30 Jahren ist es üblich, dass der jeweilige Sozialdezernent die Werkstatt für Behinderte verantwortlich betreut. Bernd Steingräber, der Vorsitzende der Lebenshilfe bringt es für seinen Verband auf den Punkt: „Inhaltlich macht die Vertretung des Oberbürgermeisters durch den Sozialdezernenten Sinn und hat sich seit Jahrzehnten bewährt. Speziell mit Herrn Spaniel gibt es in der Werkstatt für behinderte Menschen seit Jahren aus Sicht der Behindertenverbände eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.“

In einer ersten Reaktion beschloss der Aufsichtsrat auf Initiative der Behindertenverbände einstimmig, in einem kurzfristig zu terminierenden Gespräch mit dem Oberbürgermeister diesen zu bitten, seine Entscheidung zu revidieren.
Der Aufsichtrat beauftragte dafür die stellvertretenden Vorsitzenden Herrn Werner Maxwitat und Herrn Bernd Steingräber, beide Aufsichtsratsvertreter ihrer Verbände.

Nach dem gestrigen Tag (Mittwoch) sind beide schwer enttäuscht. Jeder Versuch der Kontaktaufnahme mit dem Oberbürgermeister wurde von seinem Büro abgeblockt. Besonders dreist aus Sicht der Verbände war das Verhalten des Referenten des OBs, Herr Dietrich, der abschließend den Verbänden beschied, er würde dem Oberbürgermeister von einem Gespräch mit den Verbänden abraten.

Bernd Steingräber, Vorsitzender der Lebenshilfe, ist verärgert: „So darf der Oberbürgermeister nicht mit anerkannten Behindertenverbänden umspringen. Alleine ohne Rücksprache mit den anderen Teilgesellschafter einen erfahrenen Vertreter auswechseln und sich dann vor einem Gespräch drücken. Diese Verhalten lässt mich an den Aussagen des Oberbürgermeisters zweifeln, der immer wieder seine Verbundenheit mit den behinderten Bürgern und den Verbandsvertretern betont.“

Die Vertreter beider Verbände werden nicht locker lassen und hoffen noch auf eine Einsicht des Oberbürgermeisters bis zur Ratssitzung am Montag. 

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