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Dienstag, 5. Mai 2009: Menschen mit Autismus fordern uns nicht selten auf besondere Weise heraus, sei es durch plötzliche Erregungszustände, durch immer wiederkehrende Krisen, die oft gar keine Ursachen erkennen lassen oder zum Beispiel durch Handlungen von zwanghafter Art.
Angehörige und Betreuer stehen bei solchen Verhaltensweisen oft vor einem Rätsel. Wozu, warum gerade jetzt und vor allem: warum immer wieder? Als Arzt und Therapeut sollte man dann zuerst einmal fragen: liegt das Problem eher in einem individuellen autistischen Persönlichkeitszug oder resultiert es z. B. aus phasenhaften Schwankungen? Denn die Beantwortung dieser Fragen (und noch einiger mehr) hat Konsequenzen für die Behandlung und Betreuung. Die medizinischen Hilfen nämlich können ganz unterschiedlich sein und auch manches pädagogische Konzept wird hinterfragt werden müssen.
Wie wir solchen Herausforderungen besser bewältigen können, welche medizinischen Hilfen möglich sind, welche Fehler man vermeiden sollte - das alles soll Thema unseres Vortrags- und Diskussionsabend sein.
Der Vortrag findet am Dienstag, 5. Mai 2009 um 19.30 im Konferenz- und Beratungszentrum „Der kleine Prinz“, Schwanenstr. 5-7 in 47051 Duisburg statt. Eintritt 4,00 €. Für Mitglieder der Lebenshilfe Duisburg ist der Eintritt frei.
Zum Vortragenden: Jochen Busse, Arzt, 1978 erster Kontakt zum Autismus (Prof. Kehrer, Münster), 1981 Beginn der ärztlichen Tätigkeit (Uniklinik Münster), 1983 Mitbegründung des Instituts für Autismusforschung (IFA Münster, jetzt Bremen), 1995 Mitbegründung der Deutschen Gesellschaft für seelische Gesundheit bei Menschen mit geistiger Behinderung (DGSGB, Berlin), seit 2002 freiberufliche Tätigkeit mit Schwerpunkt Medizinische Autismushilfe (Fortbildung, Beratung, Behandlung), Entwicklung der Modularen Therapiesteuerung (MODU.THEST), 2007 Start des Projektes Autismus-Früherkennung.
